Zucker hat in Europa nicht mehr den besten Ruf, aber auch einige Ersatzstoffe, wie etwa Aspartam, dürften bei den Konsumenten mittlerweile eher unbeliebt sein. Viele achten daher darauf, dass in der Zutatenliste von Produkten die Worte „Zucker“ und Aspartam nicht vorkommen. Was viele noch nicht wissen: Es wurde durch die EU 2017 ein neuer Zuckerersatz (auch als Zuckerzusatz verwendet) zugelassen, der noch schädlicher sein könnte: Isoglukose. Dieses Zuckerkonzentrat (high fructose corn sirup) wird aus Maisstärke produziert und zählt zu den „Frucktzuckern“. Es wird häufig zum Süßen von Fertigprodukten (Süßigkeiten, Milchprodukte, Getränke, Backwaren …) verwendet und wurde bis 2017 in Europa nur in kleinen Mengen verwendet.

Die EU hat mit dem Transatlantischen Freihandelsabkommen allerdings die Zuckerquote für Isoglukose aufgehoben. Damit kann dieser umstrittene Stoff auch aus Übersee importiert werden. Isoglukose wird von vielen Wissenschaftlern als gesundheitsschädlich eingestuft. Ein Grund, warum der Verbrauch in den USA und Kanada sinkt. So soll der billig produzierbare Maissirup häufig aus gentechnisch produziertem Mais hergestellt werden. Zudem signalisiert dieses Süßungsmittel dem Gehirn nicht, dass der Körper bereits satt ist. Man nimmt damit viel leichter zu viel der mit Isoglukose gesüßten Nahrung zu sich. Auch soll das Süßungsmittel möglicherweise schädigende Wirkungen wie Diabetes, Fettleber und Bluthochdruck mit sich bringen.

Warum hat die EU die Einfuhr dieses noch heftiger als Zucker in der Kritik stehenden Süßstoffs erlaubt? Kein Beifall für Scheiße und Augen auf beim Einkaufen, damit Produkte mit Isoglukose unserer Gesundheit zuliebe im Regal bleiben. Und wer seinen Zähnen etwas Gutes tun will, kann sich einen Umstieg von Zucker auf „Birkenzucker“/Xylit überlegen. Dieser soll sogar eine positive Wirkung auf die Zähne haben.